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ein kleines Blog der alltäglichen Nebensächlichkeiten: nada especial

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lese gerade ein interessantes Essay über Mimesis, reconsideration of an apparently obsolete concept, ein für mich neuer Aspekt:

Mimesis steht zunächst für Imitation. Er unterscheided aber zwischen ‘completed’ and ‘uncompleted’ mimesis. Die ‘uncompleted mimesis’ bezieht sich immer auch auf ihren Referenten, während sich die completed mimesis sich von diesem losgelöst hat.
Betrachten wir einen Spiegel, so wollen wir darin uns selbst, den Referenten sehen, das Bild des Spiegels erscheint uns lediglich als mimetisches Abbild.
Narziß, wie er sich über einen See beugt und auf der Oberfläche einen hübschen Jüngling erkennt, die Spiegelung seiner selbst, er streckt seinen Arm aus, möchte ihn berühren doch die Mimese ist an ihn selbst gebunden, er wird sein Abbild niemals greifen können
Bei abgeschlossener Mimesis ist das Abbild nicht mehr Symbol der realen Welt, es wird eine reale Imitation – ein Bild.
Durch Mimese muss nicht zwangsläufig die reale Welt dupliziert werden, Mimesis entfaltet vielmehr ihre volle Wirkungskraft wenn es ein Abbild einer nicht existenten, selbst erschaffenen Welt ist (Träume, Gedanken). Paul Klee merkte einmal an: “art does not render the visible but makes visible”. Sie erschafft ein Spiegelbild einer zuvor nicht existenten Wirklichkeit.